Von allem nur das Nötigste

CDU Sinzig vor Ort

Brot und Brötchen, Obst und Gemüse, Grundnahrungsmittel, Drogerieartikel und andere Dinge des täglichen Bedarfs liegen sorgfältig sortiert in den Regalen der Sinziger Tafel. Sie werden einmal wöchentlich an Personen ausgeteilt, die bedürftig sind. Zwei Mitarbeiterinnen der Sinziger Tafel zeigen Vertretern des Sinziger CDU-Stadtverbandes, wie sie sich auf den Ansturm jeden Donnerstag Vormittag vorbereiten.
„Wir wollen Menschen helfen, eine schwierige Zeit zu überbrücken und ihnen durch diese Hilfe Motivation für die Zukunft geben.“ erläutert Christiane Böttcher, Fachbereichsleiterin der Caritas und verantwortlich für die Tafel.
Über 1000 Menschen aus Sinzig, Bad Breisig und Remagen benötigen diese Unterstützung, Tendenz steigend. „Derzeit können wir unseren Kunden alle drei Wochen die Teilnahme an der Ausgabe anbieten“, sagt Christiane Böttcher. Die Abgabe von Lebensmittel gegen einen symbolischen Beitrag von einem Euro erfolgt ausschließlich an Personen, die Transferleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe) oder eine geringe Rente erhalten. Die Bedürftigkeit wird regelmäßig kontrolliert.
Mehr als 100 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen jede Woche für einen reibungslosen Ablauf. Dabei ist aber nicht nur die Lebensmittelverteilung allein zu stemmen. „Wir sind organisiert wie ein kleines mittelständisches Unternehmen“, so Christiane Böttcher. „Wir brauchen Benzin für unsere LKW, die im gesamten Kreis Ahrweiler bei über 70 Unternehmen qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die nicht mehr verkauft werden, einsammeln und zu den Ausgabestellen bringen. Auch die Büroausstattung, Kühlschränke und Kühlfahrzeuge für verderbliche Ware, um nur einige zu nennen, sind zu finanzieren.“ All dies erfolgt allein durch Spenden. Staatliche Unterstützung, Förderungen oder Zuschüsse erhält die Tafel nicht.
„Was die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer Tag für Tag hier leisten, ist unglaublich“, zeigt sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Pia Wasem beeindruckt. Dass Senioren, Kinder und Jugendliche rund ein Drittel derjenigen ausmacht, die dieser Hilfe bedürfen, stimmt die Mitglieder der CDU nachdenklich.
Die Tafel ist aber noch viel mehr als eine alleinige Ausgabestelle für Lebensmittel: Aktionen wie das Strickcafé, gemeinsame Kochkurse und Kaffeetafeln, das Mentorenprojekt „Balu und Du“, Behördenbegleitdienste und zahlreiche weitere Aktivitäten im Rahmen der „Tafel plus“ sind Teil des Projektes. Und auch sie sind eminent wichtig, ermöglichen sie doch den Menschen eine Teilhabe am Leben, einen Austausch, eine Wertschätzung und eine Abwechslung im Alltag.