Glasfaseranschlüsse realisieren

Digitalisierung der Schulen soll nicht verschlafen werden – Antrag der CDU-Kreistagsfraktion zum Haushalt 2019

Durch die Diskussion um den Digitalisierungspakt zwischen Bund und Ländern rückte das wichtige Thema gerade wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Zum Thema Digitalisierung stellt die CDU-Fraktion nun auch im Kreistag den Antrag: „zu prüfen, in welchen der kreiseigenen Schulen eine Anbindung an das Glasfasernetz zeitnah möglich ist.“ Dazu sollen alle bestehenden Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden. Man will bei zukünftigen Straßenbaumaßnahmen durch den Einbau entsprechender Leerrohre eine Anbindung an ein Glasfasernetz ermöglichen und beauftragt die Kreisverwaltung in Abstimmung mit den Kommunen geeignete Netzanbieter zu finden.

Die CDU-Fraktion im Kreistag hatte das Thema schon im Verlauf des Jahres auf ihrer Agenda. So beschäftigte sie sich mit einer Anfrage der CDU-Landtagsfraktion zur digitalen Bildung in Berufsbildenden Schulen (BBS). Hierbei fanden die Kreistagsmitglieder und die Landtagsabgeordneten Guido Ernst und Horst Gies erschreckend, dass nicht einmal die Hälfte der rheinland-pfälzischen Berufsschulen auf die vom Ministerium weitergeleitete Anfrage geantwortet hatte und ihren Stand in dieser Frage offenlegte. „Glücklicherweise galt das nicht für unsere BBS des Kreises in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Diese hatte zu den Fragen Stellung genommen“, so der Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion Karl-Heinz Sundheimer. Es wurden in den letzten drei Jahren dort etwa 90 PCs und 50 Laptops neu angeschafft. Die Schule verfügt über 10 Computerräume und 36 weitere Räume mit PC. Es gibt nach der Auflistung 15 Smartboards an der Schule und 5 digitale Diagnosegeräte. Für die Betreuung der IT-Systeme steht ein Mitarbeiter des Schulträgers mit 15 Prozent seines Stellenanteils zur Verfügung. Ein Budget für externe Betreuung umfasst 8.500 €.
Bei einem Schulbesuch konnten sich Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion auch davon überzeugen, dass die Zufriedenheit der Kolleginnen und Kollegen mit der Ausstattung insgesamt recht groß war. Eingeschränkt wurde das Lob etwas durch den Wunsch nach einer besseren Übertragungsrate. Es sei eine bessere Anbindung notwendig, da immerhin 150 Lehrerinnen und Lehrer, zusätzlich zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulleitung und bis zu 2000 Schülerinnen und Schüler dort an mehr als 300 PCs im Schulnetz und 25 im Verwaltungsnetz arbeiten. Auch durch diese Einschätzung sah man einen Auftrag zum erwähnten Haushaltsantrag, wobei die Fraktion immer wieder darauf hinweist, dass der Kreis Ahrweiler gerade im Bereich der Schulen mit Investitionen von ca. 100 Millionen Euro alleine in den letzten 11 Jahren absolut vorbildlich ist. Gerade deshalb ist es ihr ein Anliegen, den Kreisschulen auch in Zukunft optimale Lehr- und Lernbedingungen zu ermöglichen. Dazu sei es notwendig, die Schulen unmittelbar via Glasfaser an das Breitbandnetz anzubinden und damit die für die Internetnutzung verfügbare Bandbreite nachhaltig zu vergrößern (Gigabit-Netz).